Tipps für saubere Rasenkanten auf deinem Grundstück.

 


Obgleich die Zeiten längst vorbei sind, wo man von Hand den Rasen geschnitten hat, komme selbst ich in Situationen, in denen sich der Griff zur Schere lohnt – das passiert häufig beim Nachschneiden der Rasenkanten.

 

Es soll schließlich der ganze Rasen, von der Mitte bis zu den Rändern gleichmäßig aussehen. Ein unschöner Rand kann das Gesamtbild schnell trüben. Hier nun also ein paar Tipps, wie du auch die Rasenkanten sauber schneidest.

 

Rasenkanten ohne künstliche Beeteinfassung.

 

Mit einem Rasenmäher kannst du zwar eine große Fläche schnell und einfach wieder kurz bekommen. Die Ränder allerdings leiden oft darunter. Das gleiche siehst du beim Mähroboter. Der schneidet zwar im Alleingang deinen Rasen nach Maß, aber mit den Rändern kommt auch er nicht immer klar.

 

Die einfachste Variante ist die, gar nicht erst eine Kante zu haben. Der Übergang von Rasen und Weg oder Beet könnte fließend verlaufen. Rasen, Rasenkante und Beet haben dieselbe Höhe. Ein Rasenmäher kann also bequem über die Rasenkante fahren. Hindernisse gibt es nicht.

 

Beetübergänge beachten!

 

Wenn du diese Variante bevorzugst, solltest du darauf achten, dass deine Blumen oder dein Gemüse nicht unmittelbar am Beetanfang stehen, da sie sonst schnell Bekanntschaft mit den Messern deines Rasenmähers machen könnten. Interessant wird es, wenn du für die Rasenpflege keinen Rasenmäher verwendest, sondern einen Mähroboter für dich schuften lasst.

 

 

Dann solltest du ganz besonders darauf achten, bis wie weit der Rasenroboter deine angrenzenden Beete überfahren wird. Da kannst du aber rechtzeitig Abhilfe schaffen. Wenn du genau weißt, wie weit der Rasenroboter über das Beet fahren muss, bis die Rasenkante sauber geschnitten ist, kannst du dieses Stück zum Beispiel mit Rindenmulch auslegen. Damit hast du zwar weniger Beet, denn dieses Stück ist nur noch Deko, aber deine Pflanzen bleiben dir erhalten.

 

Mähroboter mit Rasenkantenerkennung.

 

Eine interessante Funktion an einem Rasenroboter ist die Edge-Funktion. Sie ist nicht bei allen Mährobotern, aber einige haben sie. Gehört dein Gerät dazu, kannst du die Funktion nutzen, um saubere Rasenkanten zu erhalten.

 

 

Der Mähroboter wird mindestens einmal in der Woche – den Turnus kannst du einstellen – exakt auf dem Begrenzungsdraht fahren und somit all das mitnehmen, was er im Standard-Modus nicht erreicht.

 

Rasenkante mit Fahrspur.

 

Diese Vorschläge gelten für eine Rasengestaltung ohne erhöhte Rasenkante. Allerdings gibt es auch künstliche Begrenzungen, die geradezu für Rasenmäher oder Mähroboter gemacht sind. Das sind die Rasenkanten mit Fahrspur. Der Gedanke dahinter ähnelt dem des weiter oben vorgeschlagenen Beet-Deko-Randes. Nur befindet sich der Dekorand nicht auf dem Beet, sondern auf dem Rasen und ist fest verbunden mit der Rasenkante.

 

Die Kantenhöhe ist dabei egal, denn entscheidend ist die Breite der Fahrspur. Der Rasenmäher oder Mähroboter kann über die Fahrspur bis an die künstliche Rasenkante heranfahren, sodass die Messer auch die letzten Grashalme erwischen. Wenn du also eine künstliche Beetbegrenzung für deinen Rasen abstecken willst, wäre eine Rasenkante mit Fahrspur ein Vorschlag.

 

Rasenkanten an Steinen, Mauern, Zäunen.

 

Nicht immer hast du die Wahl, die Rasenbegrenzung so zu gestalten, damit du die wenigste Arbeit damit hast. Dafür gibt es allerdings geeignetes Werkzeug für deinen Garten – kommen wir nun zu den Trimmern und Scheren.

 

Beides sind geeignete Gartenhilfen, um Rasenkanten zu schneiden. Hier ist jedem selbst überlassen, was er verwendet. Für Detailarbeit nutze ich eher eine elektrische Grasschere. Für Rasenstreifen kommt bei mir auch der Rasentrimmer zum Einsatz.

 

Rasentrimmer für Rasenstreifen.

 

Der Rasentrimmer verwendet übrigens keine Messer, sondern einen Kunststofffaden, nennt sich auch Trimmerschnur. Durch die enorme Rotation, die der Motor bewirkt, schneidet der Faden die Halme so sauber wie eine Schere. Der Faden sitzt auf einer Spule, die sich im Betrieb dreht und die Schnur Stückt für Stück freigibt. Motor, Spule und Faden befinden sich im Trimmerkopf, der wiederum ist an einem Stiel befestigt, mit dem du das Gerät in deinem Garten führen kannst.

 

Die meisten arbeiten horizontal. Du setzt den Trimmer auf und beginnst im Rahmen seiner Arbeitsbreite mit dem Trimmen. Einige kannst du sogar vertikal einsetzen. Diese Funktion ermöglicht eine noch saubere Rasenkante, vor allem, wenn du vor einer Mauer oder einem Zaun stehst. Trimmer gibt es übrigens nur mit Motor, denn irgendwie müssen Spule und Faden bewegt werden. Bei Grasscheren ist das anders. Die gibt es sowohl als Handschere als auch als Elektro-Schere. Achte darauf, hochwertiges Gartenwerkzeug zu erwerben.

 

Gartenscheren für feine Arbeiten.

 

Handgartenscheren unterscheiden sich von Haushaltsscheren vor allem darin, dass du nicht den typischen Spreizgriff durchführen musst, sondern einen Hebel zur Bedienung hast. Das hat den einfachen Vorteil, dass du nicht in die Verlegenheit kommst, die letzten Gräser der Rasenkante auszulassen, nur weil du die Schere durch ein unangenehmes Anstoßen an eine Steinbegrenzung nicht genug spreizen kannst. Ansonsten sind sie den Haushaltsscheren sehr ähnlich, sie haben nur eine Ober- und Unterklinge.

 

 

Elektrische Gartenscheren sind kaum noch als Schere zu bezeichnen. Sie sind mit mehreren Klingen ausgerüstet, die durch einen Motor hin und her bewegt werden. Man unterscheidet zwischen elektrische Grasscheren und Strauchscheren. Die Strauchscheren sind mit Säbel ausgestattet, die Grasscheren mit Scheren bzw. Klingen. Wie bereits oben erwähnt, ist der Rasentrimmer bei mir für die grobe Arbeit zuständig und die Schere etwas fürs Detail. Das liegt unter anderem daran, dass man einem Trimmer kaum beim Arbeiten zusehen kann.

 

Der Rasentrimmer arbeitet mit Tempo.

 

Der Faden rotiert dazu viel zu schnell. Außerdem ist um den Trimmer ein Schutzgehäuse. Dieses soll zwar in erster Linie den Trimmerfaden schützen, aber auch Füße und Beine, die ihm zu nahe kommen. Die Scheren und Klingen dagegen sind immer sichtbar. Somit ist es wesentlicher einfacher, ihnen mit den Augen zu folgen. Damit kann auch schon mal ein widerspenstiges Grasbüschel ganz gezielt Schnitt für Schnitt gekürzt werden. Du musst übrigens auch nicht bei den elektrischen Grasscheren auf dem Boden knien, wenn du die Rasenkante schneidest.

 

Einige Geräte sind mit Teleskopstiel ausgestattet. Damit erreichst du eine angemessene Arbeitshöhe. Dein Rücken, deine Knie und Gelenke werden durch diese Arbeitshaltung geschont. Noch ein Wort zu den elektrischen Scheren und auch zum Trimmer: Für gute Gartenhilfen solltest du einen Akku von mindestens 10 Volt einsetzen, besser wären 18 Volt. Achte auch auf die Laufzeit. Diese sollte zwischen 30 und 50 min betragen. Das Aufladen könnte je nach Ladegerät und verwendetem Akku zwischen 1 und 3 Stunden dauern. Das ist auch bei Akku-Heckenscheren ähnlich.


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